Barrierepruefung.de Web Accessibility Checker

Glossar

Die wichtigsten Begriffe rund um Prüfung und Erklärung zur Barrierefreiheit – von Befund und Erfolgskriterium bis Shortcode und Schlichtungsverfahren.

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Prüfung

WCAG

Die Web Content Accessibility Guidelines, der internationale Maßstab für barrierefreie Webinhalte. Die europäische Norm EN 301 549 und die deutschen Vorschriften verweisen darauf. Geprüft wird standardmäßig nach WCAG 2.1 in der Stufe AA.

Erfolgskriterium

Eine einzelne, prüfbare Anforderung der WCAG, etwa 1.4.3 „Kontrast (Minimum)“. Jeder Befund und jeder Prüfschritt nennt die betroffenen Kriterien.

Befund

Eine Regel, die auf der Website verletzt ist, mit allen ihren Fundstellen. Befunde lassen sich bewerten: Befunde bewerten.

Fundstelle

Ein einzelnes Vorkommen eines Befunds: Seite, Element, gemessener Wert und – für die ersten je Seite – ein Belegbild: Den Prüfbericht lesen.

Stelle

Dasselbe Element derselben Regel – gleich, auf wie vielen Seiten es vorkommt. Der Bericht führt jede Stelle einmal und nennt ihre Seiten: Den Prüfbericht lesen.

Schweregrad

Wie stark ein Befund Menschen behindert: kritisch, schwerwiegend, mittel oder gering.

Unsicheres Ergebnis

Eine Fundstelle, die die Prüfung nicht sicher entscheiden konnte. Sie zählt weder als Mangel noch als bestanden, bis Sie sie beurteilen: Unsichere Ergebnisse beurteilen.

Manueller Prüfschritt

Eine Frage zu einer Anforderung, die keine Maschine abschließend beurteilen kann. Wenige Prüfschritte sperren die Veröffentlichung, solange sie offen sind; die übrigen sind freiwillig: Manuelle Prüfschritte beantworten.

Vorfrage

Eine Ja-Nein-Frage zum Inhalt der Website, etwa ob es Videos oder Formulare gibt. Ein Nein beantwortet die zugehörigen offenen Prüfschritte mit „trifft nicht zu“ – außer denen, die die Veröffentlichung sperren. Hat die Prüfung solche Inhalte gefunden, ist ein Nein nicht möglich: Manuelle Prüfschritte beantworten.

Selbstbeurteilung

Ihr eigenes Urteil zu einem Erfolgskriterium, das die Prüfung nicht vollständig misst, gegeben über die Prüfschritte. Sind alle Fragen zu einem Kriterium mit „erfüllt“ oder „trifft nicht zu“ beantwortet, führt der Bericht es als „nach eigener Beurteilung erfüllt“. Das ist die Aussage der erklärenden Stelle, keine Prüfung durch Dritte: Manuelle Prüfschritte beantworten.

Nicht beurteilt

Der Stand eines Erfolgskriteriums, zu dem weder die Messung noch Ihre Antworten eine Aussage tragen. Kein Mangel, aber auch keine Bestätigung; die Erklärung nennt, wie viele Kriterien das betrifft: Die Konformitätsaussage – und wann Sie abweichen dürfen.

Prüfumfang

Wie weit die Prüfung je Kriterium reicht: vollständig, weitgehend oder punktuell. Nur vollständig Geprüftes kann durch die Messung allein als bestanden gelten; alles andere beurteilen Sie selbst: Was der Dienst prüft – und was nicht.

Selbstbewertung

Die Methode, auf der die Erklärung beruht: eine automatisierte Prüfung plus Ihre eigene Bewertung der Befunde und Ihre Selbstbeurteilung in den Prüfschritten – kein Gutachten durch Dritte.

Overlay

Ein Skript, das eine Website beim Laden verändern soll, um sie „barrierefrei“ zu machen. Overlays beheben keine Barrieren und sind kein Nachweis. Dieser Dienst verwendet keines.

Erklärung

Erklärung zur Barrierefreiheit

Sammelbegriff für die Erklärung öffentlicher Stellen nach BITV 2.0, die Informationen nach § 14 BFSG und die freiwillige Erklärung: Welche Erklärung zur Barrierefreiheit brauche ich?.

Verantwortliche Stelle

Wer für die Barrierefreiheit einer Website einsteht und in der Erklärung genannt wird. Sie gehört zur Website, nicht zum Konto: Websites für Kundinnen und Kunden betreuen.

Betroffenheits-Check

Die Frage, ob über ein Angebot eine gesetzlich aufgezählte Dienstleistung erbracht wird. Er entscheidet, ob eine gesetzliche Erklärung oder eine freiwillige entsteht: Welche Erklärung zur Barrierefreiheit brauche ich?.

Konformitätsaussage

Die Aussage, ob eine Website vollständig, teilweise oder nicht konform ist. „Vollständig“ setzt voraus, dass kein Erfolgskriterium unbeurteilt ist: Die Konformitätsaussage – und wann Sie abweichen dürfen.

Unverhältnismäßige Belastung

Ein Grund, einen Mangel nicht zu beheben, weil die Behebung im Verhältnis zum Nutzen unzumutbar wäre. Er muss in der Erklärung begründet werden: Befunde bewerten.

Fassung

Eine veröffentlichte, unveränderliche Version der Erklärung: Fassungen, „veraltet“ und PDF.

Veraltet

Markierung einer veröffentlichten Erklärung, wenn eine spätere Prüfung abweicht. Die Erklärung bleibt online: Fassungen, „veraltet“ und PDF.

Einbindung und Plugin

Öffentliche Adresse

Die dauerhafte Adresse, unter der eine veröffentlichte Erklärung erreichbar ist – mit Meldeformular, PDF und früheren Fassungen.

Schnipsel

HTML-Code, der die Erklärung auf einer fremden Seite anzeigt und bei einem Fehler einen Link stehen lässt: Die Erklärung ohne Plugin einbinden.

Shortcode

Der WordPress-Platzhalter [barrierefreiheitserklaerung], den das Plugin durch den Text der Erklärung ersetzt: Erklärung in WordPress anzeigen: Shortcode und Block.

API-Token

Ein Zugangsschlüssel für das WordPress-Plugin und eigene Programme. Er gilt nur für eine Website und wird nur einmal angezeigt: WordPress-Plugin einrichten und verbinden.

Domain-Bestätigung

Der Nachweis, dass Ihnen eine Domain gehört – per DNS-Eintrag, Meta-Element, Datei oder Plugin: Website anlegen und Domain bestätigen.

Seitenkontingent

Wie viele Seiten Ihr Plan je Monat prüfen darf: Tarife, Abonnement und Kündigung.

Webhook

Ein Aufruf an Ihr eigenes System, sobald etwa eine Prüfung fertig oder eine Erklärung veraltet ist: Webhooks einrichten und Signaturen prüfen.

Recht

BFSG

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es verpflichtet seit dem 28. Juni 2025 Anbieter bestimmter Produkte und Dienstleistungen für Verbraucherinnen und Verbraucher zur Barrierefreiheit.

BITV 2.0

Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung. Sie gilt für öffentliche Stellen des Bundes; die Länder haben eigene, meist gleichlautende Regeln.

EN 301 549

Die europäische Norm für barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnik. Für Websites verweist sie im Kern auf die WCAG.

Durchsetzungs- und Schlichtungsverfahren

Der Weg für Menschen, die bei einer öffentlichen Stelle keine befriedigende Antwort auf eine gemeldete Barriere bekommen. Die Erklärung öffentlicher Stellen muss ihn nennen.

Marktüberwachungsbehörde

Die Behörde, die die Einhaltung des BFSG überwacht. Die Informationen nach § 14 BFSG nennen sie.

Die Rechtsgrundlagen je Land mit Änderungsverlauf: Rechtsdaten.

Zuletzt gegen das Produkt geprüft am 11. Oktober 2026. Als Markdown

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