Den Prüfbericht lesen
Was Kennzahlen, Befunde, Fundstellen, Schweregrade und Belegbilder im Prüfbericht bedeuten – und woran Sie erkennen, wie belastbar ein Ergebnis ist.
Der Prüfbericht ist das Ergebnis einer Prüfung. Solange die Prüfung läuft, zeigt er ihren Fortschritt und aktualisiert sich selbst. Danach ist er in fünf Teile gegliedert.
1. Die Kennzahlen
- „Geprüfte Seiten“ – wie viele der ausgewählten Seiten ausgewertet werden konnten.
- „Offene Befunde“ – wie viele Regeln mindestens eine offene Fundstelle haben.
- „Betroffene Erfolgskriterien“ – wie viele WCAG-Kriterien davon berührt sind.
Darunter steht, wie die Seiten ausgewählt wurden: wie viele über die Sitemap und über Links der Startseite gefunden wurden, wie viele davon geprüft wurden und wie viele die robots.txt ausschließt.
Wie belastbar das Ergebnis ist
Konnten nicht alle ausgewählten Seiten geladen werden, sagt der Bericht das mit dem Anteil der ausgewerteten Seiten. Unter 80 % trägt das Ergebnis keine Konformitätsaussage, und daraus lässt sich keine Erklärung veröffentlichen: Von der Prüfung zur veröffentlichten Erklärung.
Hat die Prüfung auf einer Seite die Tastaturbedienung nicht bis zum Ende durchlaufen, steht auch das im Bericht. Über die dort nicht erreichten Elemente sagt der Bericht nichts.
2. Die Befunde
Ein Befund steht für eine Regel – etwa „zu geringer Kontrast“ – und fasst alle Fundstellen dieser Regel zusammen. Zu jedem Befund stehen:
- der Schweregrad: „kritisch“, „schwerwiegend“, „mittel“ oder „gering“,
- die betroffenen Erfolgskriterien,
- auf wie vielen Seiten er vorkommt.
Befunde zu Kriterien, die erst mit WCAG 2.2 hinzugekommen sind, tragen den Hinweis „WCAG 2.2 — empfohlen“.
Aufgeklappt zeigt ein Befund jede Fundstelle: die Seite, den Selektor des Elements (oder „gesamte Seite“), den gemessenen Wert – etwa das tatsächliche Kontrastverhältnis – und, wo nötig, in welchem Zustand das Element sichtbar wird, etwa erst im geöffneten Menü. Je Regel und Seite wird eine Höchstzahl an Fundstellen erfasst; der Bericht sagt, wenn es mehr sein können.
Belegbilder entstehen für die ersten Fundstellen je Seite. Wo keines steht, belegen Selektor und Messwert die Fundstelle. Belegbilder werden nach 90 Tagen gelöscht; der Bericht selbst bleibt lesbar.
Jeden Befund können Sie bewerten – etwa als „kein Mangel“: Befunde bewerten.
Befunde aus der Einwilligungs-Einblendung
Befunde, die aus einem Cookie-Banner stammen, stehen in einer eigenen Gruppe. Sie zählen mit, ihre Ursache liegt aber meist in der Konfiguration oder der Wahl des Einwilligungswerkzeugs, nicht in Ihrem eigenen Quelltext.
3. Zu prüfen
Stellen, die die Prüfung nicht sicher entscheiden konnte. Sie beurteilen sie je Fundstelle: Unsichere Ergebnisse beurteilen.
4. Ihre Bewertung
Die manuellen Prüfschritte, mit dem Stand, wie viele noch offen sind, und dem Knopf „Prüfschritte jetzt beantworten“: Manuelle Prüfschritte beantworten.
5. Erklärung zur Barrierefreiheit
Der Weg zum Entwurf: „Entwurf ansehen“. Wie es von dort weitergeht: Von der Prüfung zur veröffentlichten Erklärung.
Wer den Bericht sehen kann
Ein Bericht in Ihrem Konto ist nur für Mitglieder Ihrer Organisation sichtbar. Wer nicht angemeldet ist und einen Link darauf öffnet – etwa aus dem WordPress-Plugin –, wird zur Anmeldung geführt und danach zurück zum Bericht. Berichte einer kostenlosen Prüfung ohne Konto sind über ihre nicht erratbare Adresse erreichbar.
Zuletzt gegen das Produkt geprüft am 13. September 2026. Als Markdown
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