Von der Prüfung zur veröffentlichten Erklärung
Welche Schritte vor der Veröffentlichung einer Erklärung zur Barrierefreiheit stehen, woran eine Freigabe scheitert und was danach passiert.
Eine Erklärung zur Barrierefreiheit entsteht aus einer Prüfung, wird aber erst durch Ihre Freigabe öffentlich. Den Entwurf sehen Sie von Anfang an als Vorschau im Reiter „Erklärung“ der Prüfung. Kopieren und herunterladen können Sie ihn, sobald die nötigen Prüfschritte beantwortet und die Angaben zur Erklärung gemacht sind – eine bestätigte Domain brauchen Sie dafür nicht: Den Entwurf selbst einsetzen. Veröffentlicht wird er erst, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind – was noch fehlt, steht auf der Seite unter „Vor der Veröffentlichung ist noch zu klären:“, und jeder Punkt verlinkt auf den passenden Abschnitt dieses Artikels.
Ihr Stand auf dem Weg
Auf der Freigabeseite steht unter „Weg zur Erklärung“ der vollständige Weg mit Ihrem Stand: erledigte Schritte mit Häkchen, offene mit dem Grund und einem Verweis auf genau die Stelle, an der Sie sie erledigen. Drei der Schritte erledigen Sie nicht hier: wer erklärt und den Betroffenheits-Check im Reiter „Erklärung“ der Prüfung unter „Angaben für Ihre Erklärung“, die Bestätigung der Domain in den „Einstellungen“ der Website – der Verweis führt jeweils direkt dorthin.
Bis zum Entwurf zeigt die Leiste „Ihr Weg zur Erklärung“ über jeder Seite der Prüfung denselben Weg in vier Stationen: Den Prüfbericht lesen. Die Bestätigung der Domain und die Pflichtangaben gehören nicht dazu – sie stehen erst vor dem Veröffentlichen.
Ein Schritt trägt den Vermerk „wird beim Veröffentlichen erfasst“: Meldekontakt und zuständige Stelle gehören zur Erklärung selbst und werden im Formular auf dieser Seite eingetragen. Das ist kein Versäumnis, sondern die vorgesehene Reihenfolge.
Der Weg in sechs Schritten
- Website anlegen. Unter „Websites“ → „Website hinzufügen“ die Adresse eintragen. Mehr dazu: Website anlegen und Domain bestätigen.
- Domain bestätigen. Im Reiter „Einstellungen“ der Website per DNS-Eintrag, Meta-Element oder Datei – oder mit dem WordPress-Plugin.
- Prüfen. Im Reiter „Übersicht“ → „Prüfung jetzt starten“. Das Ergebnis steht im Prüfbericht.
- Bewerten. Im Reiter „Befunde“ die Befunde und unsicheren Ergebnisse durchgehen, im Reiter „Prüfschritte“ mindestens die Fragen unter „Für die Veröffentlichung nötig“ beantworten – besser auch die übrigen, denn was offen bleibt, führt die Erklärung als nicht beurteilt.
- Angaben ergänzen. Im Reiter „Erklärung“ der Prüfung unter „Angaben für Ihre Erklärung“ eintragen, wer erklärt, und den Betroffenheits-Check beantworten – damit steht Ihr Entwurf. Dann weiter unten auf derselben Seite „Veröffentlichung vorbereiten“ wählen, die Pflichtangaben eintragen und „Angaben speichern“.
- Freigeben. Unter „Freigabe“ „Veröffentlichung prüfen“ wählen. Die Seite zeigt eine Zusammenfassung; erst „Version … jetzt veröffentlichen“ veröffentlicht.
Was eine Veröffentlichung sperrt
Jeder Grund erscheint auf der Seite mit genau dem hier zitierten Wortlaut.
Die Prüfung ist nicht abgeschlossen
„Die zugrunde liegende Prüfung ist nicht abgeschlossen.“
Warten Sie, bis der Bericht fertig ist. Ist die Prüfung fehlgeschlagen, starten Sie im Reiter „Übersicht“ eine neue und veröffentlichen aus deren Ergebnis.
Zu wenige Seiten ausgewertet
„Die Prüfung konnte zu wenige Seiten auswerten, um eine Konformitätsaussage zu tragen.“
Eine Erklärung braucht ein Ergebnis für mindestens 80 % der ausgewählten Seiten. Der Bericht nennt, wie viele Seiten nicht ausgewertet werden konnten. Häufige Ursachen sind Seiten, die mit einem Fehler antworten, ein Bot-Schutz oder eine Firewall, die den Prüfroboter aussperrt, oder ein Server, der wegen zu vieler Anfragen abbricht. Beheben Sie die Ursache und prüfen Sie erneut. Woran Sie den Prüfroboter erkennen: Der Prüfroboter.
Manuelle Prüfschritte sind offen
„Es sind noch … manuelle Prüfschritte offen: …“
Der Hinweis nennt die offenen Fragen beim Namen, und „Prüfschritte beantworten“ führt gleich zur ersten davon. Gezählt werden nur die Fragen, die im Reiter „Prüfschritte“ oben unter „Für die Veröffentlichung nötig“ stehen – höchstens 6, nicht der ganze Katalog. Beantworten Sie jede davon, auch dann, wenn die automatische Prüfung keinen einzigen Befund hat. „kann ich nicht beurteilen“ steht bei diesen Fragen nicht zur Wahl, und eine Vorfrage beantwortet sie nie für Sie. Welche Fragen das sind und wann sie sperren: Manuelle Prüfschritte beantworten.
Alle anderen Fragen sind freiwillig und sperren nichts. Bleiben sie offen, gelten die zugehörigen Erfolgskriterien als nicht beurteilt; die Erklärung nennt ihre Zahl und kann dann nicht „vollständig konform“ lauten.
Nach einer neuen Prüfung kann eine Frage neu sperren – etwa die nach Untertiteln, wenn die Prüfung auf den untersuchten Seiten ein Video findet, dem sie keine Untertitel zuordnen kann. Eine Antwort, die Sie schon selbst gegeben haben, bleibt dabei bestehen: Manuelle Prüfschritte beantworten. Das gilt auch für die Frage nach mehreren Wegen: Ein „erfüllt“ bleibt stehen, auch wenn eine spätere Prüfung wieder weniger als zwei Wege erkennt – sie ist also nicht nach jeder geplanten Prüfung von neuem offen: Manuelle Prüfschritte beantworten.
Ohne Konto lassen sich die Fragen lesen, aber nicht beantworten: Manuelle Prüfschritte beantworten.
Die Domain ist nicht bestätigt
„Die Domain ist nicht bestätigt.“
Die Bestätigung brauchen Sie nur für das Veröffentlichen über den Dienst; den Entwurf können Sie ohne sie fertigstellen, kopieren und herunterladen. Bestätigen Sie die Domain im Reiter „Einstellungen“ der Website oder mit dem WordPress-Plugin über „Domain jetzt bestätigen“. Die Bestätigung wird täglich nachgeprüft; entfernen Sie den Nachweis später, geht sie verloren. Anleitung: Website anlegen und Domain bestätigen.
Der Name der verantwortlichen Stelle fehlt
„Es fehlt der Name der verantwortlichen Stelle.“
Tragen Sie ihn im Reiter „Erklärung“ der Prüfung unter „Wer erklärt“ ein – oder an derselben Stelle in den „Einstellungen“ der Website; es ist dieselbe Angabe. Ohne eigene Angabe übernimmt die Website den Namen Ihrer Organisation. Betreuen Sie die Website für jemand anderen, gehört dessen Name dorthin: Websites für Kundinnen und Kunden betreuen.
Bund oder Land ist nicht gewählt
„Es fehlt die Angabe, ob die Stelle dem Bund oder einem Land angehört.“
Wählen Sie im Reiter „Erklärung“ der Prüfung oder in den „Einstellungen“ der Website unter „Wer erklärt“ bei „Bund oder Land“ aus, wessen Stelle erklärt. Maßgeblich ist nicht der Sitz: Eine Bundesbehörde wählt „Bund“, eine Stadt, ein Landkreis oder eine Landesbehörde das eigene Land. Davon hängt ab, welches Gesetz die Erklärung nennt, welche Antwortfrist gilt und welche Stelle für Beschwerden zuständig ist.
Bis dahin bleibt der Entwurf eine Vorschau: Er folgt dem Recht des Bundes und sagt das an seinem Anfang, und kopieren oder herunterladen lässt er sich erst, wenn die Auswahl getroffen ist.
Die Angabe betrifft nur öffentliche Stellen in Deutschland. Über das WordPress-Plugin lässt sie sich noch nicht eintragen; nutzen Sie dafür den Reiter „Erklärung“ der Prüfung oder die Einstellungen der Website.
Der Kontakt für Meldungen fehlt
„Es fehlt ein Kontakt, an den Barrieren gemeldet werden können.“
Tragen Sie unter „Kontakt für Meldungen von Barrieren“ eine E-Mail-Adresse, ein Formular oder eine Telefonnummer ein. Steht dort eine E-Mail-Adresse, leiten wir Meldungen aus dem Formular der Erklärung dorthin weiter. Mehr zu allen Angaben: Pflichtangaben der Erklärung ausfüllen.
Der Betroffenheits-Check ist offen
„Der Betroffenheits-Check dieser Website ist noch offen.“
Beantworten Sie im Reiter „Erklärung“ der Prüfung – oder in den „Einstellungen“ der Website – die Frage, ob über das Angebot eine der aufgezählten Dienstleistungen erbracht wird, und wählen Sie „Antwort speichern“. Trifft nichts zu, lassen Sie alles leer – auch das ist eine Antwort. Solange die Frage offen ist, zeigt die Vorschau eine freiwillige Erklärung; mitnehmen und veröffentlichen lässt sie sich nicht.
Der Check betrifft Websites in Deutschland und Österreich, die keine öffentliche Stelle betreiben. Was die Antwort bewirkt: Welche Erklärung zur Barrierefreiheit brauche ich?.
Die zuständige Stelle fehlt
„Es fehlt die zuständige Durchsetzungs- oder Schlichtungsstelle.“
Tragen Sie unter „Zuständige Durchsetzungsstelle“ mindestens den Namen ein. Die Angabe ist aus dem Rechtsraum vorbelegt; sie folgt der Auswahl unter „Bund oder Land“. Die freiwillige Erklärung braucht keine zuständige Stelle.
Plan und Rolle
Wird das Veröffentlichen gar nicht angeboten, fehlt eine dieser Voraussetzungen, und die Seite sagt, welche:
- Plan: Veröffentlichen ist ab dem Plan Starter enthalten. Den fertigen Entwurf können Sie in jedem Plan kopieren, herunterladen und selbst einsetzen: Den Entwurf selbst einsetzen.
- Rolle: Veröffentlichen dürfen nur „Inhaberin oder Inhaber“ und „Administration“. Wer die Rolle „Bearbeitung“ hat, bereitet vor; freigeben muss jemand mit einer der beiden Rollen. Team und Rollen
- Prüfung ohne Konto: Eine kostenlose Prüfung gehört zu keiner Ihrer Websites. Übernehmen Sie sie mit „Prüfung ins Konto übernehmen“ in Ihr Konto – ohne Anmeldung heißt derselbe Verweis „Konto anlegen und weitermachen“ – und bestätigen Sie danach die Domain: Die kostenlose Prüfung ohne Konto.
Die Konformitätsaussage
Die Anwendung schlägt aus dem Ergebnis einen Stand vor. Sie können unter „Abweichende Konformitätsaussage“ einen anderen wählen, müssen das aber begründen; Vorschlag, Änderung und Begründung werden gemeinsam festgehalten. „Vollständig konform“ ist nicht wählbar, solange ein Befund besteht, eine Frage mit „nicht erfüllt“ beantwortet ist oder ein Erfolgskriterium nicht beurteilt ist. Mehr dazu: Die Konformitätsaussage – und wann Sie abweichen dürfen.
Was nach der Veröffentlichung passiert
- Die Erklärung steht sofort unter ihrer dauerhaften öffentlichen Adresse – mit Meldeformular, als PDF und mit allen früheren Fassungen.
- Die Fassung ist unveränderlich festgehalten: mit Datum, zugrunde liegender Prüfung und freigebender Person. Korrekturen erscheinen als neue Version.
- Eine Einbindung zeigt die neue Fassung nach wenigen Minuten, das WordPress-Plugin nach bis zu 60 Minuten – gegebenenfalls erst nach dem Leeren eines Seiten-Caches: WordPress zeigt die Erklärung nicht oder veraltet.
- Ergibt eine spätere Prüfung ein abweichendes Ergebnis, wird die Erklärung als veraltet markiert und bleibt online: Fassungen, „veraltet“ und PDF.
Wie die Erklärung auf Ihre Website kommt: Die Erklärung auf die eigene Website bringen.
Mit dem WordPress-Plugin gehen Sie denselben Weg auch im WordPress-Backend, bis zur Freigabe: Die Erklärung aus WordPress veröffentlichen.
Zuletzt gegen das Produkt geprüft am 9. Oktober 2026. Als Markdown
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