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Manuelle Prüfschritte beantworten

Wie Sie mit den Prüfschritten selbst beurteilen, was sich nicht messen lässt, welche Fragen eine Veröffentlichung sperren und was offene Fragen bedeuten.

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Eine automatische Prüfung misst, was sich messen lässt: Kontraste, fehlende Beschriftungen, die Bedienung mit der Tabulatortaste. Ob ein vorhandener Alternativtext das Bild zutreffend beschreibt, ob die Fokusreihenfolge inhaltlich sinnvoll ist oder ob Videos Untertitel haben, kann sie nicht entscheiden. Dafür stellt die Anwendung Ihnen Prüfschritte: Fragen mit einer Anleitung, deren Antworten in den Bericht und in die Erklärung zur Barrierefreiheit einfließen.

Wozu die Prüfschritte da sind

Der Bericht führt jedes Erfolgskriterium in genau einem von vier Ständen:

Stand Bedeutung
„Erfolgskriterien ohne Befund“ Die Prüfung misst das Kriterium vollständig und hat nichts gefunden.
„nach eigener Beurteilung erfüllt“ Die Messung reicht nicht aus, und Sie haben jede Frage zu diesem Kriterium mit „erfüllt“ oder „trifft nicht zu“ beantwortet.
„Erfolgskriterien mit Befund“ Die Prüfung hat einen Mangel gefunden, oder Sie haben eine Frage mit „nicht erfüllt“ beantwortet.
„nicht beurteilt“ Alles andere: Eine Frage ist offen oder mit „kann ich nicht beurteilen“ beantwortet, es gibt zu dem Kriterium keine Frage – oder ein unsicheres Ergebnis der Prüfung wartet noch auf Ihre Entscheidung.

Von den 50 Erfolgskriterien der WCAG 2.1 AA misst die Prüfung 4 vollständig. Alle übrigen lassen sich nur über Ihre Antworten als erfüllt führen. Deshalb gibt es zu jedem von ihnen mindestens eine Frage.

Ein Mangel aus der Messung wiegt dabei immer schwerer als eine Antwort: Findet die Prüfung zu einem Kriterium einen Befund, bleibt es „mit Befund“, auch wenn Sie die Frage dazu mit „erfüllt“ beantwortet haben.

Dasselbe gilt für ein unsicheres Ergebnis, das noch niemand entschieden hat: Solange zu einem Kriterium eine Fundstelle unter „Zu prüfen“ steht, bleibt es „nicht beurteilt“ – auch wenn Sie die Frage dazu mit „erfüllt“ beantwortet haben. Die Frage sagt Ihnen das und führt zu der Fundstelle: Manuelle Prüfschritte beantworten.

Was die Stände für die Erklärung bedeuten: Die Konformitätsaussage – und wann Sie abweichen dürfen.

Wo Sie die Prüfschritte finden

  • Im Prüfergebnis über den Reiter „Prüfschritte“.
  • Von jeder Seite der Prüfung aus über die Leiste „Ihr Weg zur Erklärung“: Solange eine Frage die Veröffentlichung sperrt, führt ihr Knopf „Fragen beantworten“ gleich zur ersten davon. Mehr zur Leiste: Den Prüfbericht lesen.
  • Vom Überblick aus über den Verweis, der nennt, wie viele Erfolgskriterien noch nicht beurteilt sind. Der Verweis erscheint nur, wenn in dieser Prüfung eine Frage auf Ihre Antwort wartet.
  • Im Reiter „Erklärung“, solange eine Frage die Veröffentlichung sperrt: Der Hinweis über der Vorschau des Entwurfs nennt die offenen Fragen, und „Zu den manuellen Prüfschritten“ führt gleich zur ersten davon.

Eine Prüfung aus der Zeit vor dem vollständigen Fragenkatalog hat nur die Fragen, die es damals gab. Nachgelegt wird dort nichts; die übrigen Fragen stellt die nächste Prüfung derselben Website.

Ohne Konto

Die Fragen einer kostenlosen Prüfung können Sie ohne Konto lesen, aber nicht beantworten: Eine Antwort fließt in eine Erklärung ein und braucht jemanden, der für sie einsteht. Statt der Antwortknöpfe steht dort ein Hinweis; den Knopf „Konto anlegen und weitermachen“ trägt die Leiste „Ihr Weg zur Erklärung“ oben auf der Seite. In der Ansicht einer einzelnen Frage, und wenn das Ergebnis der Prüfung nicht verlässlich ist, trägt ihn der Hinweis selbst. Damit zieht die Prüfung in Ihr Konto um, und Sie beantworten die Fragen dort – Ihre Antworten bleiben dann auch für spätere Prüfungen erhalten. Haben Sie noch kein Konto, legen Sie es dabei an oder melden sich an; danach öffnet sich wieder dieser Reiter, mit derselben Prüfung. Befunde bewerten können Sie weiterhin ohne Konto: Die kostenlose Prüfung ohne Konto.

Der Reiter öffnet mit einer Übersicht. Oben steht Ihr Stand, gezählt in Erfolgskriterien: wie viele beurteilt sind und wie sie sich auf „ohne Befund“, „nach eigener Beurteilung erfüllt“, „mit Befund“ und „nicht beurteilt“ verteilen. Darunter steht, wie viele Fragen beantwortet sind, und ein Knopf – „Fragen beantworten“, später „Weiter beantworten“ –, der die nächste offene Frage öffnet und sie beim Namen nennt.

Was hat Ihre Website?

Viele Fragen betreffen Inhalte, die nicht jede Website hat. Damit Sie nicht mehrmals hintereinander „trifft nicht zu“ wählen müssen, stehen unter „Was hat Ihre Website?“ bis zu 9 Vorfragen – etwa nach Videos und Tonaufnahmen oder nach Formularen und einzelnen Eingabe- und Auswahlelementen wie einem Suchfeld. Jede beantworten Sie mit „Ja“ oder „Nein“; darunter steht, wie viele Fragen ein Nein erspart. Eine Vorfrage erscheint nur, wenn sie in dieser Prüfung mindestens eine Frage ersparen kann. In der Übersicht ist der Abschnitt eine Zeile mit dem Stand der Vorfragen; ein Klick klappt sie auf. Solange noch keine beantwortet ist, steht er offen.

  • Nein beantwortet die zugehörigen Fragen, die noch offen sind, mit „trifft nicht zu“. Diese Fragen stehen dann nicht mehr zwischen den übrigen: Am Ende ihrer Gruppe nennt eine Zeile, wie viele durch Vorfragen erledigt sind, und „anzeigen“ holt sie hervor. Sie bleiben erreichbar und änderbar und tragen den Hinweis, dass die Antwort aus der Vorfrage stammt. Fragen, die Sie schon selbst beantwortet haben, bleiben unverändert.
  • Ja ändert an den Fragen nichts – Sie beantworten sie einzeln. Hatten Sie vorher Nein gewählt, öffnet ein Ja genau die Fragen wieder, die das Nein beantwortet hatte.

Zwei Grenzen gelten für jedes Nein:

  • Eine Messung schlägt die Selbstauskunft. Hat die Prüfung solche Inhalte gefunden – etwa ein Video –, steht bei der Vorfrage „In dieser Prüfung gefunden.“, sie ist mit Ja beantwortet, und Nein lässt sich nicht wählen – auch nicht, nachdem Sie Ja noch einmal angeklickt haben. Umgekehrt gilt das nicht: Findet die Prüfung nichts, heißt das nie Nein. Geprüft wird eine Auswahl Ihrer Seiten, nicht die ganze Website.
  • Fragen, die die Veröffentlichung sperren, beantwortet ein Nein nie. Sie bleiben offen, bis Sie sie selbst beantworten – wenn es passt, mit „trifft nicht zu“.

Eine Frage hängt bewusst an keiner Vorfrage, obwohl man es erwarten könnte: die nach Blitzen („Blitzt nichts öfter als dreimal in der Sekunde?“). Die Vorfrage „Bewegt, blinkt oder aktualisiert sich etwas von selbst?“ meint, was ohne Zutun läuft. Blitzen kann aber auch ein Video, das Ihre Besucher selbst starten – deshalb beantworten Sie diese Frage immer einzeln.

Ihre Antworten auf die Vorfragen stehen am Ende des Reiters „Befunde“ und im PDF unter „Fragen zum Inhalt der Website“, jeweils mit der Quelle: „Selbstauskunft“ oder „in dieser Prüfung gefunden“.

Die Fragen

Der Katalog umfasst 45 Fragen zu den Erfolgskriterien der WCAG 2.1 AA. Sie sind nicht nach Nummern geordnet, sondern in 8 Gruppen nach dem, was Sie zum Prüfen tun – etwa alles, was sich bei einem Durchgang mit der Tabulatortaste zeigt, oder alles, wofür Sie ein Formular ausfüllen.

Die Übersicht

In der Übersicht ist jede Gruppe ein Block mit ihrem Namen und der Zahl ihrer offenen Fragen. Die Gruppen sind zugeklappt – bis auf die, in der die nächste offene Frage liegt. Aufgeklappt zeigt eine Gruppe jede Frage als eine Zeile: die Frage und daneben ihr Stand, also Ihre Antwort oder „offen“. Ein Klick auf die Zeile öffnet die Frage. Erklärungen, Anleitungen und Antwortknöpfe stehen nicht in der Übersicht, sondern bei der einzelnen Frage.

Eine Frage beantworten

Eine geöffnete Frage steht allein auf der Seite. Darüber steht, zu welcher Gruppe sie gehört und die wievielte Frage der Gruppe sie ist. Die Frage zeigt

  • das Erfolgskriterium, zu dem sie gehört,
  • unter „So prüfen Sie“ die Schritte, mit denen Sie zu einem Urteil kommen,
  • hinter „Worum es geht“ eine kurze Erklärung der Anforderung,
  • die Antwortknöpfe,
  • und, wo es etwas gibt, was die Prüfung schon gefunden hat – etwa welche Wege zu einer Seite sie erkannt hat. Das ist eine Hilfe für Ihr Urteil, keine Entscheidung.

Ihre Antwort führt weiter. Ein Klick auf eine Antwort speichert sie und zeigt gleich die nächste offene Frage; der Satz unter den Knöpfen kündigt das an. Die Reihenfolge: zuerst die Fragen, die die Veröffentlichung sperren, dann die Gruppen der Reihe nach. Fragen, die eine Vorfrage erledigt hat, kommen im Durchgang nicht vor. Nach der letzten Frage landen Sie wieder in der Übersicht.

Wenn alle Fragen beantwortet sind, wird die Karte mit Ihrem Stand zum Abschluss – auch „kann ich nicht beurteilen“ zählt dabei als gegebene Antwort. Sie nennt, wie viele Fragen Sie mit „nicht erfüllt“ beantwortet haben, und führt unter „Wie möchten Sie weitermachen?“ auf zwei Wegen weiter: „Erklärung erstellen“ führt mit „Weiter zur Erklärung“ in den Reiter „Erklärung“ und sagt vorher, was dort noch kommt – wie viele Angaben fehlen oder dass Ihr Entwurf bereitsteht –, „Prüfbericht herunterladen“ führt zum PDF am Ende des Reiters „Befunde“. Bleibt ein Kriterium trotz aller Antworten „nicht beurteilt“, steht dort auch der Grund: ein unsicheres Ergebnis der Messung, über das Sie im Reiter „Befunde“ noch entscheiden, oder eine Antwort „kann ich nicht beurteilen“.

Die Erklärung hängt nur an den Fragen, die die Veröffentlichung sperren. Sind sie beantwortet, steht das schon vorher unter dem Knopf zur nächsten Frage – mit dem Verweis „Weiter zur Erklärung“. Auch die Leiste „Ihr Weg zur Erklärung“ führt die Station „Prüfschritte“ dann als erledigt, obwohl sie noch offene Fragen zählt. Die übrigen Fragen können Sie trotzdem weiter beantworten.

Verklickt? Über der neuen Frage steht die eben beantwortete mit Ihrer Antwort; „ändern“ führt mit einem Klick zu ihr zurück, „Zurück“ am Fuß der Seite ebenso. Dort wählen Sie neu – oder nehmen die Antwort mit „Antwort zurücknehmen“ zurück; dabei bleibt die Frage stehen.

Mit „Überspringen“ gehen Sie weiter, ohne zu antworten; die Frage bleibt offen. „Zur Übersicht“ führt jederzeit zurück, und die Übersicht zeigt dann die Zeile der Frage, von der Sie kommen. Jede Frage hat ihre eigene Adresse: Neuladen sowie Zurück und Vorwärts des Browsers landen dort, wo Sie waren.

Wann eine Anforderung auf Ihre Website nicht zutrifft, steht an jeder Frage über den Antworten.

Sie müssen nicht alles in einem Zug beantworten. Jede Antwort ist sofort gespeichert.

Die fünf Antworten

Jede Frage lautet „Ist diese Anforderung erfüllt?“. Zur Wahl stehen:

Antwort Wann sie passt Folge
„erfüllt“ Die Anforderung ist auf Ihrer Website erfüllt. Kein Mangel. Das Kriterium kann als nach eigener Beurteilung erfüllt gelten.
„nicht erfüllt“ Die Anforderung ist nicht erfüllt. Das Kriterium zählt als „mit Befund“; die Erklärung führt den Mangel als bekannte Einschränkung auf.
„trifft nicht zu“ Auf Ihrer Website gibt es nichts, worauf die Anforderung zutrifft – etwa keine Videos. Wie „erfüllt“: kein Mangel.
„kann ich nicht beurteilen“ Sie können die Prüfung nicht durchführen oder sind sich nicht sicher. Die Frage gilt als gesehen, das Kriterium bleibt „nicht beurteilt“.
„Antwort zurücknehmen“ Sie möchten neu entscheiden. Die Frage ist wieder offen.

„kann ich nicht beurteilen“ ist eine ehrliche Antwort und besser als ein geratenes „erfüllt“. Bei Fragen, die die Veröffentlichung sperren, steht sie nicht zur Wahl.

Gehören zu einem Erfolgskriterium mehrere Fragen, gilt es erst als nach eigener Beurteilung erfüllt, wenn alle mit „erfüllt“ oder „trifft nicht zu“ beantwortet sind.

Die Notiz steht im Prüfbericht neben Ihrer Antwort, nicht in der Erklärung. Das Feld öffnen Sie an der Frage mit „Notiz hinzufügen“; gibt es schon eine Notiz, steht es offen. Halten Sie dort fest, was Sie geprüft haben und woran Sie Ihre Antwort festmachen. In der Erklärung nennt bei „nicht erfüllt“ ein fester Satz den Mangel. Schreiben Sie die Notiz vor dem Klick auf die Antwort, wird sie mit ihr gespeichert. Schreiben Sie sie danach – Sie sind dann schon bei der nächsten Frage –, gehen Sie mit „ändern“ zurück; die Notiz wird gespeichert, sobald Sie das Feld verlassen, und unter dem Feld steht dann „Notiz gespeichert.“. Eine Notiz allein führt nicht weiter. Sie darf höchstens 2,000 Zeichen lang sein.

Was die Veröffentlichung sperrt

Nicht der ganze Katalog. Gesperrt ist die Veröffentlichung nur, solange eine der Fragen offen ist, die oben auf dem Reiter unter „Für die Veröffentlichung nötig“ stehen. Jede von ihnen trägt den Vermerk „Muss vor der Veröffentlichung beantwortet sein“. Das können höchstens 6 sein:

Frage Sperrt, wenn
Sind die Alternativtexte inhaltlich zutreffend? immer
Ist die Fokusreihenfolge sinnvoll? immer
Sind Formularfehler verständlich und zugänglich? immer – auch ohne Formulare; dann ist „trifft nicht zu“ die Antwort
Haben alle Videos Untertitel? die Prüfung auf den geprüften Seiten ein Video gefunden hat, dem sie keine Untertitel zuordnen kann
Ist jede Seite auf mehr als einem Weg auffindbar? die Prüfung nicht sicher zwei Wege erkannt hat – Navigation, Suche, Seitenübersicht oder Brotkrumenpfad. Dafür müssen mindestens zwei Seiten derselben Sprache ausgewertet sein.
Gibt es Erläuterungen in Gebärdensprache und Leichter Sprache? die Website einer öffentlichen Stelle in Deutschland gehört, deren Recht diese Erläuterungen verlangt

Die Fragen nach Untertiteln und nach mehreren Wegen sperren außerdem, wenn sie in der vorherigen Prüfung gesperrt haben und Sie sie dort beantwortet haben. Ihre Antwort wird dann übernommen, sodass nichts offen ist. Das gilt auch für die Frage nach mehreren Wegen: Haben Sie sie mit „erfüllt“ beantwortet, bleibt es dabei, auch wenn die nächste Prüfung wieder weniger als zwei Wege erkennt: Manuelle Prüfschritte beantworten.

Welche Fragen noch offen sind, nennt die Anwendung beim Namen – im Reiter „Erklärung“ über der Vorschau des Entwurfs und auf der Seite zum Veröffentlichen – und führt von dort zur ersten davon.

Sobald Sie eine dieser Fragen beantwortet haben, steht sie in der Übersicht nicht mehr oben, sondern als Zeile in ihrer Gruppe.

Alle übrigen Fragen sind freiwillig. Sie können veröffentlichen, ohne sie zu beantworten. Die Folge tragen der Bericht und die Erklärung offen: Die zugehörigen Kriterien gelten als nicht beurteilt, die Erklärung nennt ihre Zahl, und der Stand kann dann nicht „vollständig konform“ lauten: Die Konformitätsaussage – und wann Sie abweichen dürfen.

Warum eine Frage neu sperren kann

Ob die Fragen nach Untertiteln und nach mehreren Wegen sperren, entscheidet jede Prüfung neu. Die Frage nach Untertiteln sperrt erst, wenn eine Prüfung auf den Seiten, die sie untersucht, ein Video findet, dem sie keine Untertitel zuordnen kann – nicht schon, weil Sie eines eingebaut haben. Haben Sie die Frage vorher schon selbst beantwortet – nicht mit „kann ich nicht beurteilen“ –, bleibt Ihre Antwort bestehen, und es ist nichts offen. Sonst sperrt sie die nächste Veröffentlichung, bis sie beantwortet ist. Eine veröffentlichte Erklärung bleibt davon unberührt.

Die Frage nach Erläuterungen in Deutscher Gebärdensprache und Leichter Sprache erhalten nur öffentliche Stellen in Deutschland, und nur dort, wo das Recht des Bundes oder ihres Landes diese Erläuterungen verlangt. Solange unter „Bund oder Land“ nichts gewählt ist, wird sie gestellt. Verlangt das gewählte Recht die Erläuterungen nicht, entfällt die Frage ab der nächsten Prüfung, auch wenn sie schon beantwortet war – eine frühere Prüfung behält sie.

Was in die nächste Prüfung übernommen wird

Bei der nächsten Prüfung derselben Website übernimmt die Anwendung Ihre Antworten samt Notiz. Sie tragen dann den Hinweis „Übernommen aus der vorherigen Prüfung“. Auch Ihre Antworten auf die Vorfragen werden übernommen; ein Nein beantwortet in der neuen Prüfung wieder die zugehörigen offenen Fragen. Sie fangen also nicht bei jedem Durchlauf von vorn an. Auch eine Notiz an einer Frage, die Sie noch nicht beantwortet haben, wandert mit.

Drei Ausnahmen:

  • Eine Messung belegt das Gegenteil Ihrer Antwort. Das gibt es nur bei der Frage nach mehreren Wegen, und nur in einer Richtung: Sie hatten „nicht erfüllt“ geantwortet, und die neue Prüfung erkennt zwei Wege. Dann wird Ihre Antwort nicht übernommen; die Frage ist wieder offen, zeigt, welche Wege erkannt wurden, und bittet Sie, erneut zu antworten. Bleiben Sie bei „nicht erfüllt“ – etwa weil die Suche nicht alle Seiten erfasst –, fragt die Anwendung in den folgenden Prüfungen nicht noch einmal. Umgekehrt gilt das nicht: Haben Sie „erfüllt“ geantwortet und erkennt eine Prüfung weniger als zwei Wege, bleibt Ihre Antwort bestehen. Die Prüfung hat dann nur nichts gefunden – eine Suche hinter einem Lupensymbol etwa erkennt sie nicht – und damit nichts widerlegt. Was sie erkannt hat, steht trotzdem an der Frage. Beantworten Sie eine so wieder geöffnete Frage nicht, bleibt sie auch in den folgenden Prüfungen mit ihrem Hinweis offen und sperrt die Veröffentlichung, bis Sie geantwortet haben.
  • Die Frage sperrt in der neuen Prüfung die Veröffentlichung. Dann wird weder „kann ich nicht beurteilen“ übernommen noch eine Antwort, die aus einer Vorfrage stammt. Die Frage ist offen, und Sie beantworten sie selbst.
  • Eine Vorfrage ist jetzt durch eine Messung beantwortet. Hatten Sie Nein gewählt, und findet die neue Prüfung solche Inhalte, gilt Ja; die Fragen, die Ihr Nein beantwortet hatte, sind wieder offen.

Was eine Selbstbeurteilung ist – und was nicht

Ihre Antworten sind eine Selbstbeurteilung: die eigene Aussage der Stelle, die die Erklärung abgibt. Sie sind keine Prüfung durch Dritte und kein Gutachten. Bericht, Erklärung und Accessibility Conformance Report kennzeichnen sie deshalb als das, was sie sind:

  • Der Bericht führt „nach eigener Beurteilung erfüllt“ neben „ohne Befund“, nie darin.
  • Die Erklärung sagt, dass sie auf einer Selbstbewertung beruht, und nennt, wie viele Erfolgskriterien nicht beurteilt wurden.
  • Der Accessibility Conformance Report vermerkt an jeder Zeile, die auf Ihrer Antwort beruht, dass sie selbst beurteilt ist.

Ob eine Selbstbeurteilung für Ihre rechtliche Pflicht genügt, beurteilt der Dienst nicht. Er ersetzt weder eine Rechtsberatung noch einen vollständigen Test durch Menschen.

Prüfschritte und WordPress

Das WordPress-Plugin zeigt nur eine veröffentlichte Erklärung. Vor der ersten Veröffentlichung erscheint im Shortcode deshalb kein Text, solange eine Frage sie sperrt. Ist schon eine Fassung veröffentlicht, bleibt sie sichtbar; gesperrt ist dann nur die nächste Fassung. Im Plugin beantworten Sie die Fragen, die die Veröffentlichung sperren; die Vorfragen und alle übrigen Fragen beantworten Sie im Dienst. Mehr dazu: Die Erklärung aus WordPress veröffentlichen und Hinweis statt Erklärung in WordPress.

Nicht verwechseln: „Zu prüfen“

Unsichere Ergebnisse der automatischen Prüfung stehen im Bericht in einem eigenen Abschnitt „Zu prüfen“. Das sind Stellen auf Ihren Seiten, zu Bausteinen zusammengefasst, keine Fragen zur ganzen Website. Sie sperren die Veröffentlichung nicht, zählen aber auch nicht als bestanden: Unsichere Ergebnisse beurteilen.

Beides hängt an einer Stelle zusammen: Solange eine solche Fundstelle nicht entschieden ist, bleibt ihr Erfolgskriterium „nicht beurteilt“, gleich wie Sie die Frage dazu beantworten. An der Frage steht dann ein Hinweis mit dem Verweis „Zu den Ergebnissen unter „Zu prüfen"“. Entscheiden Sie die Fundstelle als Mangel oder als kein Mangel – erst danach zählt Ihre Antwort.

Zuletzt gegen das Produkt geprüft am 25. Oktober 2026. Als Markdown

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