Was der Dienst prüft – und was nicht
Welche Anforderungen die automatische Prüfung misst, wo sie unsicher ist, was nur Sie beurteilen können und warum der Dienst Ihre Website nie verändert.
Barrierefreiheit im Web wird an den Erfolgskriterien der WCAG gemessen. Ein Teil davon lässt sich messen, ein größerer Teil nur beurteilen. Der Dienst trennt beides sauber – und sagt Ihnen im Ergebnis, wie weit die Prüfung je Kriterium reicht.
Was automatisch geprüft wird
Ein echter Browser lädt jede ausgewählte Seite so, wie eine Besucherin sie sieht. Geprüft wird die dargestellte Seite, nicht der Quelltext. Je Seite laufen:
- Regelprüfungen auf fehlende Alternativtexte, zu geringe Kontraste, unbeschriftete Formularfelder, fehlerhafte Auszeichnungen und vieles mehr.
- Die Darstellung bei 320 Pixel Breite: Muss man seitwärts scrollen, um Inhalte zu lesen? (WCAG 1.4.10)
- Die Bedienung mit der Tastatur: Die Prüfung drückt echte Tabulatortasten und achtet darauf, ob der Fokus sichtbar ist, nirgends hängen bleibt und nicht verdeckt wird.
- Belege: Zu Fundstellen entstehen Screenshots, dazu Selektor und gemessener Wert – etwa das tatsächliche Kontrastverhältnis.
Einige Anforderungen zeigen sich erst im Vergleich mehrerer Seiten, etwa ob die Navigation überall in derselben Reihenfolge steht. Auch das prüft der Dienst.
Einblendungen zur Cookie-Einwilligung schließt die Prüfung zurückhaltend, damit sie Ihre Seiten prüft und nicht dreißigmal dasselbe Banner. Befunde, die aus der Einblendung selbst stammen, zählen mit und stehen im Bericht in einer eigenen Gruppe.
Wie weit die Prüfung je Kriterium reicht
Nicht jedes Kriterium lässt sich gleich gut messen. Der Dienst unterscheidet drei Stufen:
| Stufe | Bedeutung |
|---|---|
| vollständig geprüft | Das Kriterium lässt sich mit den Prüfungen dieses Laufs abschließend beurteilen. |
| weitgehend geprüft | Die Prüfung erfasst den Großteil, aber nicht jeden Fall. |
| punktuell geprüft | Die Prüfung erfasst einzelne Aspekte. |
Von den 50 Erfolgskriterien der WCAG 2.1 AA prüft der Dienst 4 vollständig und 23 weitgehend oder punktuell. 23 lassen sich gar nicht messen.
Was nicht vollständig geprüft ist, gilt durch die Messung allein nie als bestanden. Zu jedem dieser Kriterien der WCAG 2.1 AA gibt es eine Frage, mit der Sie es selbst beurteilen. Bleibt sie offen, führen Bericht und Erklärung das Kriterium als nicht beurteilt.
Wo die Prüfung unsicher ist
Manche Stellen kann auch ein Browser nicht sicher entscheiden – etwa Text über einem Hintergrundbild. Diese Fundstellen stehen im Bericht unter „Zu prüfen“ und zählen weder als Mangel noch als bestanden, bis Sie sie beurteilen: Unsichere Ergebnisse beurteilen.
Was nur Sie beurteilen können
Ob ein Alternativtext das Bild zutreffend beschreibt, ob die Fokusreihenfolge sinnvoll ist, ob Videos Untertitel haben oder ob Fehlermeldungen in Formularen verständlich sind, entscheidet keine Maschine. Dafür stellt die Anwendung Ihnen Prüfschritte: 45 Fragen in 8 Gruppen, jede mit einer Anleitung, wie Sie prüfen. Vorfragen wie „Gibt es Videos oder Tonaufnahmen?“ ersparen Ihnen alles, was Ihre Website nicht betrifft. Nur wenige Fragen müssen vor einer Veröffentlichung beantwortet sein; die übrigen sind freiwillig, und was offen bleibt, gilt als nicht beurteilt: Manuelle Prüfschritte beantworten.
Ihre Antworten sind eine Selbstbeurteilung – Ihre eigene Aussage, keine Prüfung durch Dritte. Bericht und Erklärung kennzeichnen sie so.
Was der Dienst nicht tut
- Er verändert Ihre Website nicht. Er liest Ihre Seiten wie ein Besucher und schreibt nichts zurück. Es gibt kein Skript zum Einbauen und kein Overlay – Overlays beheben keine Barrieren und gelten nicht als Nachweis.
- Er ersetzt keine Rechtsberatung und keinen vollständigen Test durch Menschen. Sie erhalten Prüfdaten und eine Textvorlage, keine rechtliche Bewertung Ihres Einzelfalls.
- Er erfindet keine Konformität. Die Erklärung sagt ausdrücklich, dass sie auf einer Selbstbewertung beruht, und nennt Umfang und Grenzen der Prüfung – auch, wie viele Erfolgskriterien nicht beurteilt wurden.
Zuletzt gegen das Produkt geprüft am 8. Oktober 2026. Als Markdown
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